Zahntechnik

Herstellung von Kronen und Brücken – festsitzender Zahnersatz

Der Zahntechniker modelliert über einen vom Zahnarzt beschliffenen Zahnstumpf im Gipsmodell ein originalgetreues Wachsmodell: über den „Muffelguss“ („verlorene Form“) wird in Metall gegossen und in feinster Handarbeit bearbeitet.

Kronen ersetzen Einzelzähne (auf Zahnstümpfen oder mit künstlichen Wurzeln: Stiftaufbau und Implantate). Brücken versorgen mehrere zu ersetzende Zähne: zwei oder mehrere Zähne dienen als Pfeiler zum Überspannen einer Lücke. Zur Verbindung von einzelnen Elementen dienen Einstückguss, Löt-, Schweiß- (durch Lichtbogen oder Laser) oder Klebetechnik.

Inlays, Onlays oder Veneers (Verblendschalen) ersetzen nur Teile von Zähnen.

Edelmetalllegierungen (geschätzt wegen ihrer Bioverträglichkeit, ihrer zumeist goldgelben Farbe und ihrer Wertbeständigkeit) oder Nichtedelmetalllegierungen (meist aus den Elementen Cobalt, Chrom und Molybdän legiert, werden auch für Hüftgelenksendoprothesen verwendet) sind übliche Materialien. Im Wachsausschmelzverfahren werden die modellierten Gerüste in Metall umgesetzt. Dabei muss die sog. Einbettmasse durch thermische Expansion exakt die Schrumpfung der Legierung ausgleichen. Eine Passungstoleranz zum natürlichen Zahn von 10 µm wird angestrebt. Der Schmelzprozess erfolgt mittels Flamme, elektrischer Widerstandsheizung, Induktionsstrom oder Lichtbogen im Schleuder- oder Vakuumdruckguss.

Alternativ werden gießtechnisch Kronen und Brücken aus Titan oder Titanlegierungen hergestellt (technologisch aufwändiger) oder neuerdings CAD/CAM-Systeme zum Fräsen von Gerüsten aus Titan oder Hochleistungskeramiken (Zirkon, Zirkoniumdioxid, Aluminiumoxid) eingesetzt. Eine weitere Alternative ist das Lasersinterverfahren zur Herstellung von Kronengerüsten in Edelmetall und NEM Legierungen.

Um Gerüste für Kronen, Brücken und Suprastrukturen sowie für die Teleskoptechnik herzustellen, ist die Galvanotechnik eine weitere Alternative, bei der aus einem ungiftigen Goldelektrolyten Galvanokappen aus reinem Gold abgeschieden werden. Der Vorteile dieser seit Jahrzehnten bewährten Technik liegt in der hervorragenden Passgenauigkeit der Galvanoteile.

Je nach Einsatzzweck werden die Metallgerüste mit keramischen Massen beschichtet, um die natürlichen Zähne in Form, Oberflächengestaltung und Farbaufbau täuschend echt zu kopieren. Lichteffekte des natürlichen mineralischen Zahnschmelzes, wie Opaleszenz, Fluoreszenz, Transparenz, unterschiedlich intensive Farbschichten usw. werden in individueller Handarbeit aus feuchtem Keramikpulver aufgebaut und unter Vakuum bei 780 bis 900 °C gebrannt. Auch mit Keramik versetzte Kunststoffe (Composites), in knetbarer Konsistenz aufgeschichtet und mit Halogenlicht polymerisiert eignen sich.

Quelle: wikipedia ©

Zahntechnik Tendenzen

Handwerk Zahntechnik

Künftige Entwicklungen der Zahntechnik gehen in Richtung zahnfarbener und besonders biokompatibler Werkstoffe, einfacherer, sicherer und standardisierbarer Verfahrenstechniken und noch stärkerer Individualisierung von Zahnersatz, um jeden Eindruck des „Künstlichen“ zu vermeiden. Dazu bedarf es einer optimalen Zusammenarbeit von Patient, Zahnarzt und Zahntechnikern.

Die Zahntechnik wird sich in den nächsten Jahren verändern. Es ist absehbar, dass in der vom Handwerk geprägten Tätigkeit Computer und automatische Produktion das Berufsbild beeinflussen werden. Zurzeit sind verschiedene CAD/CAM-Systeme auf dem Markt, die die Kiefersituation mittels mechanischen Abtastens, Laser- oder optischen Scans aufnehmen, um den Zahnersatz danach am Bildschirm zu konstruieren. Diese Daten gehen danach an die Produktionsmaschine, die den Zahnersatz aus verschiedensten Materialien fräst oder sintert. Stark zunehmende Verbreitung finden hochfeste Gerüstwerkstoffe wie Zirkon, Zirconiumoxid, Aluminiumoxid, Titan etc.

Quelle: wikipedia © Video: Initiative proDente e.V.

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